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Vortrag

WEB Qualifizierung von Materialien für medizinische Anwendungen mittels des Arburg Freeformers

Donnerstag (14.05.2020)
09:50 - 10:05 Uhr Raum 1
Bestandteil von:


Die Additive Fertigung findet vor allem in Nischenbranchen immer mehr Anwendun-gen und glänzt besonders durch eine wirtschaftliche Fertigung bereits ab einer Los-größe von einem Bauteil. Die Herausforderung dabei ist es zu gewährleisten, dass dieses Bauteil mit den gewünschten Eigenschaften und Qualität gefertigt wird, aber auch reproduzierbar hergestellt werden kann. Typischerweise gehen meist mehrere gescheiterte Druckbauteile einem gelungenen Bauteil voran. Um diese weitestgehend zu vermeiden gilt es die Technologie zu validieren und mit einem geeigneten Quali-tätsmanagement auszustatten.

Besonders bei der Herstellung medizinischer Produkte müssen die Nachvollziehbar-keit, die Nachverfolgbarkeit und die Reproduzierbarkeit gewährleistet werden. Das be-deutet eine lückenlose Dokumentation und Archivierung relevanter Daten und Infor-mationen. Dies sind die Voraussetzungen dafür, dass eine Fertigungsmethode in ei-nen klinischen Prozess eingebunden werden kann.

Im Rahmen des Projektes CAMed werden medizinische Produkte mittels der Additiven Fertigung (Werkstoffextrusion) hergestellt. Dazu soll der Fertigungsprozess in eine kli-nische Prozesskette eingebunden werden. Dafür ist eine genaue Datenerfassung der prozessrelevanten Informationen und sonstigen Einflussfaktoren sowie die Weiterga-be und Archivierung dieser von besonderer Bedeutung.

Die Problemstellung der Qualitätssicherung bei generativen Fertigungsverfahren ergibt sich durch die Art der Datenaufzeichnung, Datenauswertung und Beurteilung dieser. Ziel soll es einerseits sein, anhand von den aufgezeichneten Daten auf Schlechtteile schließen zu können, oder Fehler im Bauteil ausschließen zu können. Andererseits sollen fehlerhafte Bauteile mit der Prozessführung korreliert werden kön-nen. Eine Möglichkeit eine gleichbleibende Qualität der Drucke zu gewährleisten ist die Qualifizierung der verwendeten Materialien, Anlagen und Einstellungen. Dazu müssen passende Parameter für Material / Anlagen-Kombinationen definiert werden.

Anhand der Arburg Kunststoff Freiformen Technologie soll solch eine Qualifizierung präsentiert werden. Dabei werden die verschiedenen Eingabeparameter mittels mess- und sichtbarer Ausgabeparameter gegenübergestellt, um so materialspezifische Pa-rameter für diesen Prozess zu finden. Diese Parameter können einerseits für einen er-folgreichen und reproduzierbaren Druck verwendet werden oder als Ausgangswerte für einen weiteren Optimierungsprozess herangezogen werden.

Sprecher/Referent:
Prof. Dr. Clemens Holzer
Montanuniversität Leoben
Weitere Autoren/Referenten:
  • Lukas Hentschel
    Montanuniversität Leoben
  • Frank Kynast
    ARBURG GmbH + Co KG
  • Stephan Schuschnigg
    Montanuniversität Leoben
  • Dr. Joamin Gonzalez-Gutierrez
    Montanuniversität Leoben

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