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Vortrag

WEB Additive Marking: Ressourceneffiziente Produktkennzeichnung in der additiven Serienfertigung

Freitag (15.05.2020)
09:55 - 10:10 Uhr Raum 2
Bestandteil von:


Eine digitale individuelle Bauteilakte gibt Aufschluss über die Geometrie- und Prozessdaten, die als Eingangsgröße für den additiven Fertigungsprozess dienen. Die Verknüpfung zwischen physischem Bauteil und digitaler Bauteilakte stellt somit eine der fundamentalen Anforderungen zur Umsetzung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und zur Erreichung der Vision „Industrie 4.0“ dar. Im aktuellen Stand der Technik können Direct Part Markings (DPM) mittels Lasergravur, Nadelprägung oder verwandter Technologien erzeugt werden. Additive Fertigungsverfahren ermöglichen die kostenneutrale und ressourceneffiziente Bauteilkennzeichnung direkt während des Fertigungsprozesses und somit zum frühest möglichen Zeitpunkt. Der Nutzen entfaltet sich analog zu konventionellen Produktkennzeichnungen im Qualitätsmanagement, After Sales oder im auch juristischen Umfeld der Produkt- und Produzentenhaftung. Nachgelagerte Prozessschritte zur Kennzeichnung werden jedoch obsolet, so dass eine Reduktion von Durchlaufzeit und Prozesskosten ebenso resultiert wie eine Vermeidung von Fehlkennzeichnungen.

Die Herausforderung von additiven DPM besteht insbesondere in der robusten Lesbarkeit im Bereich der maschinenlesbaren Produktkennzeichnungen z. B. in Form von Datamatrix oder QR Codes. Zur Realisierung gilt es bereits vor dem eigentlichen Fertigungsprozess, die zu kennzeichnende Fläche am Bauteil ebenso wie die Aufbaurichtung zu fixieren, um entsprechende Prozesseinflüsse auf die Kennzeichnungsqualität zu beherrschen. Der Vortrag diskutiert die Schritte zur softwaregestützten Steigerung des Automatisierungsgrades praxisnah und beleuchtet die unterschiedlichen Mehrwerte in der additiven Serienfertigung.

Sprecher/Referent:
Dr.-Ing. Ulrich Jahnke
Additive Marking GmbH