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Plenarvortrag

WEB Additive Fertigung in der Luftfahrt - vieles muss und nur manches kann - Prozessbeherrschung und zukünftige, AM-gerechte Strukturen für die Serie

Donnerstag (14.05.2020)
16:10 - 16:30 Uhr Raum 1
Bestandteil von:


Additive Fertigung wird derzeit in der Luftfahrt für verschiedene metallische Bauteile industrialisiert. Bei Premium AEROTEC liegt dabei der Fokus auf metallische Strukturkomponenten. Wesentlich ist dabei, dass mit der Einführung der Additiven Fertigung (AM) das Unternehmen nicht nur Bauteil-, sondern Materiallieferant wird.

Der AM-Prozess ist dabei nur einer der ersten Schritte - die Prozesskette ist aufgrund von hohen Ansprüchen in der Luftfahrt umfangreich und entsprechend komplex. Neben subtrahierenden Verfahren wie das Abtrennen der Bauteile von der Grundplatte oder die finale Zerspanung sind auch Warmbehandlungsschritte und vor allem auch Qualitätsprüfungen wesentlicher Teil dieser Prozesskette.

Hinsichtlich der Materialeigenschaften ist die Prozessführung im AM-Prozess ausschlaggebend: Wenn diese grundlegend nicht stimmt, kann auch die nachfolgende Prozesskette die Eigenschaften nicht mehr korrigieren. Bei Premium AEROTEC hat sich ein multidisziplinäres Team aus Fertigung, Engineering und Technologie in den vergangenen Jahren intensiv mit der Parameter- und Prozessentwicklung für das Pulverbett-Verfahren beschäftigt. Ergebnis dessen ist nicht nur eine stabile Prozesskette, die mit hoher Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit die Herstellung von Material ermöglicht, das durch herausragende, optimal ausgewogene Eigenschaften charakterisiert ist. Darüber hinaus mündeten diese Entwicklungsarbeiten in der erfolgreichen Prozessqualifikation für eine 2-Strahl-Analge. Diese erlaubt es Premium AEROTEC, als erstes Unternehmen weltweit, diese Technologie unabhängig vom Bauteil für die Fertigung von Strukturbauteilen aus Ti6Al4V für die Luftfahrt zu nutzen.

Sprecher/Referent:
Dr. Kai Schimanski
Premium AEROTEC GmbH